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Die Woche in Worten: Wie kann ich es langsamer anGEHEN?

Der vierte Rückblick „Die Woche in Worten“ am Stück. Einen Monat halte ich meine neue Routine nun schon aufrecht. Es bedarf jedoch der Deadline Samstag oder spätestens Sonntag, damit ich ans Schreiben GEHE. Ist doch immer so viel los und zu tun. Dabei ist es schön, sich der Woche, den Erlebnissen und Learnings noch einmal in Ruhe zu widmen, die Gedanken zurückGEHEN zu lassen, zu reflektieren und zu sehen, welche (Entwicklungs-, Rück- oder Fort-)SCHRITTE ich in der letzten Woche gegangen bin.

 

Die vergangenen sieben Tagen waren anders als sonst. Es sind Osterferien in MV und mein Mann und ich waren 5 Tage in der Lüneburger Heide. Schon komisch, in den Ferien ohne Kinder in den Urlaub zu fahren. Aber mit 16 und 18 Jahren haben die Jungs keine Lust mehr, mit ihren Eltern zu wandern. Sie freuten sich auf eine Woche chillen, lange schlafen, nichts tun… und außerdem muss sich jemand um das Meerschweinchen kümmern. Normalerweise machen das meine Eltern, die nur 600 Meter Luftlinie von uns entfernt wohnen, doch sie sind zu Ostern bei meinem Bruder in Finnland.

 

Über unsere zwei Wanderungen und eine Radtour sowie über das Privat-Shopping-Erlebnis am Anreisetag, meinen Knock-Out nach der Radtour und unsere verfrühte Abreise habe ich ausführlich im Artikel „OnTour: Die Lüneburger Heide“ hier im Blog geschrieben. Dort gebe ich keine detaillierte Wegbeschreibung, sondern eher meine persönlichen Eindrücke wieder. 

Warum immer so schnell?

Aber über einige Erkenntnisse und Learnings von den Wanderungen und besonders von der Radtour möchte ich schreiben. Eine Sache, die uns auffiel, war, dass wir einfach zu schnell wandern. Wir brauchen immer weniger Zeit als angegeben und merkten es selbst beim GEHEN, dass wir es nicht so „gemütlich“ anGEHEN wie andere Wanderer. Ich hatte den Gedanken, dass ich immer noch meinen „ich muss mich beeilen und die Kinder von der Kita abholen“ SCHRITT draufhabe, obwohl das ja nun wirklich schon Ewigkeiten her ist.

 

Irgendwie hatte ich es immer eilig, alles musste schnell GEHEN, Geduld war nicht meine Stärke (ich arbeite immer noch dran😉) und Achtsamkeit schon gar nicht. Ein Grund für meinen Kapselriss im Osterurlaub 2018 auf Madeira, der unseren geplanten Wanderurlaub zu Nichte machte und letztendlich mein (Business-)Leben umkrempelte. Diese Ge(h)schichte kannst du auf meiner Website unter „über mich“ und „Meine Schritte“ lesen.

 

Ich weiß nicht, warum wir so schnell GEHEN, es hetzt uns ja keiner. Es gibt im Urlaub keinen Zeitdruck, wir sind nicht im Wettbewerb, niemand muss pünktlich abgeholt werden… All die Jahre im Berufs- und Kinderbetreuungsstress sind wohl noch in unseren Genen. Bei mir liegt’s auch im Blut…  bzw. habe ich zu hohen Blutdruck und muss immer schauen, mich zu bremsen, Dinge ruhiger und gelassener anzuGEHEN. Darin bin ich in den letzten vier Jahren schon besser geworden, Luft nach oben ist aber noch…

 

Auch bin ich noch auf der Suche nach einer geeigneten (Sport-)Art, um mich zu entschleunigen und zu entspannen. Mit Meditation habe ich es ein paar Mal probiert… ist nicht so meins. Yoga hilft, doch ich übe nicht für mich allein zu Hause, sondern nur einmal die Woche in der Yogaschule. Meine NordicWalking Runden sind auch eher schnell und mit Kraft, weil ich es als Workout sehe. Ab und zu schaffe ich es, einfach nur Spazieren zu GEHEN. Die Kopfhörer lass ich mittlerweile zu Hause und die Podcasts aus. Und es ist erstaunlich, was mir beim ruhigen GEHEN alles so einfällt, welch kreativen Ideen ich unterwegs habe. Dann haben wir zwei SUPs. Stand Up Paddling ist langsamer, aber manchmal bin ich unsicher und dann ist es doch nicht so entspannend. Es sei denn, ich liege auf dem Board und lass mich treiben 😉. 

Fahrradfahren wäre eine Alternative...

Allerdings ist mein Mann begeisterter Radfahrer und gut trainiert. Da packt mich natürlich mein Ehrgeiz, mit ihm mitzuhalten. Das führt mich zur zweiten Erkenntnis in dieser Woche, die eigentlich auch zur ersten (warum immer so schnell) passt, aber noch ein weiteres Element beinhaltet: das Thema Ernährung.

 

Ich leide unter einer chronischen Magenschleimhautentzündung, die immer kommt, wenn mein Körper in irgendeiner Form Stress erfährt. Das können ein „Durchschlemmen durchs Buffet“ sein (zu viele verschiedenen Nahrungsmittel überfordern meinen Magen) oder auch Zucker, Alkohol und scharfe, exotische, saure Lebensmittel. Das können aber auch Aufregung, Unruhe oder zu viel Sport bzw. Überanstrengung sein.

 

Im Falle meines Knock-Outs nach der Radtour in der Lüneburger Heide waren es das unachtsame Essen – ich habe nicht genau in die Menükarte geschaut, was alles auf meinem Sandwich drauf war und als Dessert ein halbes Stück Kuchen gegessen – und die Überanstrengung. Die Radtour zurück von Soltau (wo wir den Mittagsimbiss einnahmen) zu unserer Ferienwohnung in Behringen ging die meiste Zeit gegen den Wind und teilweise über gar nicht so kleine Hügel. Mein Magen rumorte schon, mein Knie, mein Po und meine Schultern (vollgepackter Rucksack) schmerzten, doch anhalten war keine Option.

 

Ich habe hinterher gelesen, dass viele Leistungssportler, besonders im Ausdauerbereich wie z.B. beim Marathon oder Triathlon, Magenprobleme haben und dass Ernährung unterwegs bzs. im Wettkampf eine äußerst heikle und super wichtige Komponente ist. Gut, nun bin ich keine Leistungssportlerin, aber anstrengend war die Radtour (und vielleicht auch die zwei Wanderungen die Tage zuvor - immerhin lag nur eine Woche zwischen 14 Tagen Corona krank und Wanderurlaub...) schon - für mich zumindest. 

 

Zurück in der FeWo legte ich mich draußen im Garten auf die Liege und dachte, ich bin einfach nur k.o. Als die Sonne hinter den Bäumen verschwand (mein Mann war noch mal los zu einer weiteren Radrunde – die 42 km mit mir waren für ihn nur Aufwärmung) ging ich rein und legte mich auf die Couch. Irgendwas stimmte nicht. Ich war zu nichts in der Lage… bis ich merkte, dass ich mich übergeben muss. Das tat ich dann sechs Stunden lang immer mit Pausen, die ich auf dem Badezimmer-Fußboden verbrachte. Es war die Hölle…

 

Dementsprechend fühlte ich mich am nächsten Tag. Was hätte ich anders machen sollen und können? Ich weiß doch, wie mein Magen auf o.g. Dinge reagiert. Wenn es mir lange gut ging, dann vergesse ich diese Problematik. Ich hatte die Tage zuvor auch alles gegessen, auf das ich Lust hatte und war happy, dass es meinem Magen gut ging. Die letzte schlimme Magenschleimhautentzündung war drei Wochen lang im Januar. Und die war wahrlich nicht lustig. Daraus folgend habe ich für Mai (!) einen Termin für einen Fructose und Lactose Test. Vielleicht ist es auch noch eine andere Unverträglichkeit oder Allergie. Ich tippe stark auf Zucker…

 

Auf jeden Fall war es viele Wochen lang gut und dann denke ich nicht mehr dran… Es ist aber auch frustrierend, wenn ich nicht alles essen kann, was die anderen essen. Manche Sachen (wie Fleisch, Fisch und Milchprodukte) will ich nicht essen, doch bei manchen ist es einfach nur gemein, dass sie mir nicht bekommen.

 

Gut, wir hätten langsamer zurückfahren oder auch mal absteigen und schieben oder Pause machen können. Aber dann ziehen sich die Strapazen noch mehr in die Länge. Es ist schon fraglich, ob so eine ausgedehnte Mittagspause mit „richtigem“ Essen und nicht nur Snacks für unterwegs, so gut ist…

Diese Pause war auf dem Hinweg... hätten wir das zurück auch mal lieber gemacht...
Diese Pause war auf dem Hinweg... hätten wir das zurück auch mal lieber gemacht...

Dritte und letzte Erkenntnis für diesen Wochenrückblick...

Ich denke immer, dass ich super organisiert bin und alles durchplane, aber erfülle meine eigenen Erwartungen dann doch nicht so perfekt. Ich hatte mir vorgenommen, die Social Media Beiträge und den Newsletter für die Ferienwoche vorzuschreiben und zu programmieren, so dass ich im Urlaub nicht dran denken muss. Nichts habe ich geschafft. Und das war nicht das erste Mal. Wahrscheinlich „erlaube“ ich es mir, weil das Schreiben in letzter Minute so gut funktioniert. Selbst nach einer durchspuckten Nacht auf dem Badezimmerboden flutsche mir der letzte Newsletter ganz flott von den Fingern…

 

Es geht vielen so, dass sie unter Zeitdruck am besten sind. Aber dann bekomme ich wieder Probleme mit dem Magen, denn Zeitdruck = Stress für ihn. Ein kleiner Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. Gerade heute habe ich wieder über das Thema Mindset, über das Gesetz der Resonanz und über die Sicht auf beide Seiten der Medaille – insbesondere auf die positive – zu schauen, gelesen.  Ich bin da schon viel besser geworden, war mein Glas früher immer halb leer, hab ich viel gemeckert und mich über Dinge aufgeregt, die ich nicht ändern kann. Das habe ich alles hinter mir gelassen. Achtsamer sein und mehr entspannen steht jetzt auf der Wunsch- bzw. To-Do-Liste.

 

Wie GEHT es dir mit diesen Themen?

Hast du auch ein Organ, das besonders sensible auf Stress oder andere schwierige Situationen reagiert?

Ich freue mich über deinen Kommentar.

Liebe Grüße, Annett 

Kontakt

Annett Liskewitsch

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Tel.: 0381 600 99 19

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